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Qualitätsmanagement

Herzstück des Qualitätsmanagements im Bildungswesen ist die Evaluation der Lehrveranstaltungen. Das Verfahren muss objektiv und aussagekräftig angelegt sein. Der Prozess und die Durchführung müssen für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar bleiben. Also legen wir die Karten auf den Tisch:

Wie wird evaluiert?

Innerhalb von zwei Jahren (= Regelstudienzeit) muss jede Lehrveranstaltung, die mit einer Prüfung abschließt, mindestens einmal evaluiert werden. Jeder Studienjahrgang evaluiert die Hälfte aller Lehrveranstaltungen. Dozentinnen und Dozenten mit mehr als einer Lehrveranstaltung werden von jedem Jahrgang mindestens einmal evaluiert.

Die einzelnen Lehrveranstaltungen werden regelmäßig durch die Studierenden evaluiert. Die Erhebung erfolgt jeweils am Ende einer Lehrveranstaltung vor Ort. Damit ist sichergestellt, dass alle Studierenden ihr Votum abgeben.

Evaluiert werden Lehrveranstaltungen, nicht die Dozentinnen und Dozenten. Der Erhebungsbogen enthält Fragen zu den individuellen Voraussetzungen und Erwartungen der Studierenden, zur Durchführung sowie zu Wirkungen und Ergebnissen der Lehrveranstaltungen.

Wenn die Studierenden Unterschiede zwischen den Dozentinnen und Dozenten einer gemeinsam angebotenen Lehrveranstaltungen für bedeutsam halten, können sie das zu Protokoll geben und ihre Bewertung unter den offenen Fragen auch erläutern.

Das Department für Empirische Psychologie und Pädagogische Psychologie erstellt die eingesetzten Erhebungsbögen und übernimmt die Auswertung der Ergebnisse. Die Auswertung erfolgt selbstverständlich anonym. So ist völlige Unabhängigkeit gewährleistet.

Was geschieht mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse laufen bei der Studienleitung zusammen, die den Dozentinnen und Dozenten der Lehrveranstaltungen die Ergebnisse zu ihrer Lehrveranstaltung mitteilt.

Handlungsbedarf besteht, sobald mindestens 20% der Studierenden einzelne Aspekte der Durchführung oder der Wirkungen und Ergebnisse einer einzelnen Lehrveranstaltung als unterdurchschnittlich gut bewerten. Um Verbesserungen herbeizuführen, werden zunächst die Erläuterungen der Studierenden am Ende des Erhebungsbogens hinzugezogen.

Auf der Grundlage der Auswertungen wird die Studienleitung die Dozentinnen und Dozenten über Auffälligkeiten und gegebenenfalls über Änderungsvorschläge der Studierenden informieren. Es liegt zunächst in der Verantwortung der Dozentinnen und Dozenten, beim nächsten Kurs Anpassungen vorzunehmen und gegebenfalls die Studierenden zu bitten, ihre Kritik zu erläutern, damit gezielt Abhilfe geschaffen werden kann.

Die Studierenden erhalten eine Zusammenfassung über die Ergebnisse der Evaluation. Diese Zusammenfassung ist nicht auf einzelne Lehrveranstaltungen bezogen und lässt auch keine Rückschlüsse auf einzelne Lehrveranstaltungen zu. Sie fasst allgemein zusammen

  • welche Veranstaltungen evaluiert wurden,
  • ob und in welchem Ausmaß es Auffälligkeiten gab und worauf sie sich im Einzelnen beziehen (Klärung der Lernziele, Vorbereitung auf die abschließende Prüfung, Durchführung der Veranstaltung usw.),
  • welche Maßnahmen ergriffen wurden und
  • dass die betroffenen Lehrveranstaltungen im unmittelbar darauffolgenden Zyklus erneut evaluiert werden, um zeitnah festzustellen, ob eine Verbesserung eingetreten ist.

Tritt keine Verbesserung ein, dann besprechen die Dozentin / der Dozent und die Studienleitung gemeinsam, wie eine Verbesserung zu erreichen sein könnte.

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